Inge Morath, wieder ab 8. Mai geöffnet

Es freut uns sehr, dass wir Ihnen Fotografien von Inge Morath und Arbeiten von Kurt Kaindl über das Lebensumfeld der Magnum Fotografin zeigen dürfen.
Marilyn Monroe 1960

Auf Grund der insgesamt 300 m2 Ausstellungsfläche der Galerie können wir 10 Personen gleichzeitig den Eintritt gewähren. Ein spezielles Kontrollsystem wird dies ermöglichen.

Öffnungzeiten:

Freitag, 12. März 2020, 16:00 bis 19:30
Samstag, 13. März 10:00 bis 18:00
Sonntag, 14. März 10:00 bis 18:00

Freitag, 19. März 2020, 16:00 bis 19:30
Samstag, 20. März 10:00 bis 18:00
Sonntag, 21. März 10:00 bis 14:00

Samstag, 27. März 10.00 – 18.00
Sonntag, 28. März 10.00 – 18.00

Ostern wegen COVID-19 geschlossen

Samstag, 8. Mai, 14:00 – 18:00
Sonntag, 9. Mai, 14:00 – 18:00

Samstag, 29. Mai, 14:00 – 18:00
Sonntag, 30. Mai, 14:00 – 18:00

Weitere Öffnungszeiten im Rahmen der Ausstellungsdauer

Ich bereite mich auf eine Porträtaufnahme genauso sorgfältig vor wie auf eine Reise in ein neues Land. Ich lese oder sehe mir die Werke der zu fotografierenden Künstler an. Die Vorbereitung ist wichtig, da die Begegnung selbst spontan und kurz ist, ein Gesichtsausdruck ist flüchtig wie ein Schatten. Ich ziehe es bei weitem vor, Menschen an ihrem, Arbeits- oder Wohnplatz zu fotografieren, in der von ihnen selbst geschaffenen Umgebung. Indem ich sie einlade, sie selbst zu sein, hoffe ich, zum Ausdruck einer inneren Wahrheit zu gelangen.“ (Inge Morath. Ich traue meinen Augen, 1994)

Die Fotografin wurde 1923 in Graz als Ingeborg Hermine Mörath geboren und lebte mit ihrem Mann, dem amerikanischen Dramatiker Arthur Miller, zuletzt in Connecticut, USA. Nach ersten Arbeiten als Textjournalistin in Wien ging sie 1949 zusammen mit dem Fotografen Ernst Haas nach Paris, um mit der Fotoagentur Magnum zusammenzuarbeiten. Etwas später begann sie ihre eigene fotografische Karriere. Ihre Fotos wurden in Einzelausstellungen bedeutender Museen gewürdigt. 1991 wurde ihr der erstmals vergebene »Österreichische Staatspreis für Fotografie« verliehen. Sie starb am 30. Jänner 2002 in New York.

Seit Beginn ihrer fotografischen Karriere Mitte der 1950er-Jahre hat Inge Morath immer wieder in ihrem Geburtsland Österreich fotografiert. Oft waren es größere Fotoprojekte, die sie nach Wien führten – so zum Beispiel ein Bildreportage über die Donau, die 1995 als gleichnamiger Bildband publiziert wurde. Dazwischen besuchte sie regelmäßig ihre Eltern in Graz oder Freunde in Wien, darunter viele Künstler, die sie bei diesen Besuchen in ihren Ateliers und Wohnungen portraitierte.

Über Inge Moraths fotokünstlerische Arbeit wurden zahlreiche Bildbände veröffentlicht, darunter »Guerre à la tristesse« (Paris 1955) und »Inge Morath. Das Leben als Photographin« (Wien 1999); ihre Bilder wurden in zahlreichen Einzelausstellungen in großen Museen gezeigt. Die Bildbände »Salzburg – An Artist’s View« (Salzburg 1991), »Donau« (Salzburg 1995), »Portraits« (Salzburg 1999), die Monografie »Inge Morath. Fotografien 1952 – 1992« und »Durch Österreich« (Salzburg 2005) erschienen in der Edition Fotohof im Otto Müller Verlag, Salzburg.

Text: Kurt Kaindl